Vom Sumpfland zum Urlaubsparadies: Florida wird 500

Auf der Suche nach dem mythischen Quell ewiger Jugend traf der spanische Seefahrer Ponce de Léon am 2. April 1513 auf eine bislang unbekannte Halbinsel im Südosten Amerikas. Weil es Osterzeit war, taufte er das neue Land “La Florida” nach dem spanischen Wort für Ostern “Pasquale Florida”. Tatsächlich entwickelte sich Zentralflorida mit seinem milden, subtropischen Klima zum Jungbrunnen für wohlhabende Geschäftsleute aus den Neuengland-Staaten.

Vor 125 Jahren gründeten sie dort den Ort Winter Park, um dem kalten Winter im Norden zu entfliehen. Zu ihrer Unterhaltung nahmen sie 1938 Orlandos erste Touristenattraktion in Betrieb, die Scenic Boat Tour. Die romantische Bootsfahrt über Seen und Kanäle von Winter Park, vorbei an prächtigen Villen, hat sich seitdem nicht verändert. Winter Park gilt heute als historischer Nobelbezirk von Orlando. Die Einkaufsstraße Park Avenue mit ihren edlen Boutiquen wird oft als “Rodeo Drive des Südens” bezeichnet.

Dass sich Orlando zum meistbesuchten Ferienziel der mit 55,1 Millionen Gästen im Jahr entwickelte, lag neben dem Klima auch an der guten Verkehrsanbindung. Nachdem die frühen Siedler die Sümpfe Zentralfloridas in fruchtbare Zitrusplantagen verwandelt hatten, wurde eine Eisenbahnlinie zum Transport der Früchte und später auch von Personen nötig. So hielt der legendäre Luxuszug “Orange Blossom Special” in der Church Street in Downtown Orlando. Der alte Bahnhof und das umliegende historische Vergnügungsviertel erinnern noch heute an eine Westernstadt. Einer der ersten Freizeitparks war das “Florida Wildlife Institute”, das 1949 eröffnete und Mitte der 50er Jahre in “Gatorland” umbenannt wurde. Der Park, in dem heute bis zu 2.000 Alligatoren leben, ist nach wie vor in Familienbesitz und rühmt sich als Orlandos älteste “Low-Tech” Attraktion.

Mit dem Bau der großen Verkehrsadern Interstate 4 und Florida Turnpike wurde Orlando noch besser erreichbar. Hier, wo fast immer die Sonne schien, wo sich die großen Fernstraßen kreuzten, die Eisenbahnlinie vorbeiführte und ein Flugplatz lag, beschloss Walt Disney Mitte der 60er Jahre, seinen Traum von Walt Disney World, der größten Themenparklandschaft der Welt, zu verwirklichen. 1971 eröffnete der erste von vier Disney Themenparks in Orlando, Magic Kingdom. Dort besinnt man sich im Jubiläumsjahr 2013 auf seine Geschichte und erweitert den Themenbereich Fantasyland, der vor allem für seine nostalgischen Figuren und Fahrgeschäfte wie den fliegenden Elefanten Dumbo, die verrückten Teetassen, Peter Pan, Cinderella und natürlich Mickey Mouse bekannt ist. 1973 siedelte sich der erste Meerestierpark SeaWorld in Orlando an; 1990 folgte der erste von zwei Universal Themenparks. Mit acht großen und über 100 kleineren Parks und Attraktionen gilt Orlando heute weltweit als die Hauptstadt der Freizeitparks.

 

Den kompletten Bericht findest Du bei Florida Sun Magazine